Obst und Gemüse aus dem Garten einkochen

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Die Frage, ob es altmodisch ist, Obst und Gemüse einzukochen, muss jeder selbst für sich beantworten. Jene Zeitgenossen, die Jahr für Jahr auf den umliegenden Gutshöfen zur Ernte von Kirschen, Blaubeeren und Erdbeeren einfallen, haben die Frage für sich längst beantwortet. Diese Ernteart setzt keinen eigenen Garten voraus und ist sehr beliebt als Familienausflug. Wer einen Garten hat, bestimmt selbst, was er anschließend einkochen möchte. Zuccini, Kürbis, Tomaten und allerlei Obst sind beliebte Zutaten, die anschließend in den Einkochtopf wandern. Am Wegesrand erntet man außerdem Brombeeren, Holunderblüten und später auch die -beeren. Hergestellt wird daraus Saft, Gelee, Punschgrundlage, Marmelade, Rumtopf, Beerenlikör, Sirup und Mus. Mit Glück hat man alte Familienrezepte, ansonsten muss man das Internet befragen. Wenn die großen Einkochtöpfe abgestaubt werden, geht es los, das Schälen, Verlesen, Waschen und Zerkleinern. Später wird der Saft aus dem Zapfhahn des Einkochtopfes tröpfeln und unschöne Flecken auf dem Boden machen. Was soll’s: Die Ergebnisse rechtfertigen den anschließenden Küchenputz vollkommen. Himmlische Gelees, köstliche Rum-Marmeladen, Kirschbrand, Pflaumenmus, Kürbismarmelade, herrliches Calvados-Apfel-Gelee, Drei-Beeren-Mus und anderes landen in der Vorratskammer. Der Einkochtopf brodelt und tut seine Arbeit, die Düfte in der Küche locken willige Helfer und Leckermäuler an. Sie wissen, dass es alljährlich für alle hilfreichen Hände kalte Fruchtsuppe mit Baiser-Schwänchen geben wird. Geeignetes wird gedörrt und Kräuter getrocknet. Im Winter kann man dann von diesen Vorräten zehren – vor allem aber von dem Gefühl, all dies mit eigenen Händen hergestellt zu haben. Man braucht keine Zutatenlisten und muss keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Kunstaromen fürchten. Alles Natur ganz pur. Gesünder und hochwertiger in den Zutaten geht nicht!

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Autor:  -  Sandy Kont
chocolatechip@gmx.net